Deutsche Mehrkampfmeisterschaften Männer + Frauen, U23, U20, U18 und U16


28. – 30. August 2026

 

Erika-Fisch-Stadion, Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg, Hannover

Ausrichter: DLV / Niedersächsischer Leichtathletik-Verband

 

 

Das Erika-Fisch-Stadion in Hannover war vom 28. bis 30. August 2026 zum wiederholten Mal Austragungsort der Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf. Rund 340 Athlet:innen in sechs Altersklassen (M/W, U23, U20, U18, U 16) kämpften um die deutschen Meistertitel.

 

Bereits am frühen Freitagmorgen bereitete sich das 38-köpfige Starterfeld der U20-Zehnkämpfer auf seinen ersten Wettkampftag vor. Mit dabei auch der Weierbacher Mehrkämpfer Jonas Jäckel, der für den TV 1848 Oberstein startet. Nach seiner langen Verletzungspause waren die Deutschen Meisterschaften sein erster Zehnkampf in dieser Saison.

Mit dem 100m-Sprint wurde der Wettkampf eröffnet. Jäckel kam in seinem Lauf gut aus den Blöcken, doch fehlte im Finish die nötige Dynamik. In 11,54 Sekunden (744 Punkte/Rang 16) belegte er einen Mittelfeldplatz.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es in zwei Gruppen direkt weiter zum Einspringen an die Weitsprunganlagen. Der erste Versuch blieb mit 6,66 Metern (734 Punkte) der beste. Zwar konnte er sich damit auf Rang 10 verbessern, blieb aber doch ein gutes Stück hinter seiner Bestleistung zurück.

Das anschließende Kugelstoßen gestaltete sich für alle schwierig. Ein heftiger Platzregen setzte die Anlage komplett unter Wasser und völlig durchnässt absolvierten die Athleten ihre drei Versuche. Mit 12,82 Metern (656 Punkte) blieb der TVOler hinter seinen Erwartungen zurück und haderte –trotz Verbesserung auf Platz 9 – mit seiner Leistung.

Zum Glück hörte vor dem Hochsprung der heftige Regen auf und den zahlreichen Helfern gelang es, wenigstens die größten Wasserpfützen des Hochsprunganlaufs zu beseitigen. Jäckel stieg bei einer Höhe von 1,74 Metern mit einem sicheren Sprung in den Wettbewerb ein und auch die folgenden Höhen im 3cm-Abstand überquerte der Weierbacher mit technisch sauberen Sprüngen. Selbst seine bisherige Bestleistung von 1,89 Metern meisterte er im ersten Versuch und konnte mit übersprungenen 1,92 Metern im zweiten Versuch eine neue persönliche Bestleistung aufstellen. Nur einem Athleten gelang es, noch die nächste Höhe zu überqueren. 731 Punkte und eine Verbesserung auf Rang 4 der Gesamtwertung waren der Lohn für einen starken Hochsprung.

Damit war vor dem abschließenden 400m-Lauf des ersten Tages eigentlich alles wieder im Lot. Mit der zugelosten Außenbahn 8 und der Konkurrenz im Rücken blieb nur eine Strategie: Vollgas und hoffen, dass die Kräfte reichen, um die Innenbahnläufer auf Abstand zu halten. Bereits nach wenigen Metern bremste jedoch eine Zerrung im Oberschenkel den TVO-Athleten aus. In 53,48 Sekunden konnte er seinen Lauf zwar noch beenden (661 Punkte) und Rang 9 (3.526 Punkte) nach dem ersten Wettkampftag belegen, doch an eine Fortführung des Zehnkampfes war nicht mehr zu denken. Für den zweiten Wettkampftag blieb nur die Zuschauerrolle.

 

In der Endabrechnung konnte in der männlichen U20 der Württemberger David Kleinschrodt (LG Steinlach-Zollern) seinen Vorsprung vom ersten Tag auch am zweiten Zehnkampf-Tag behaupten und mit 7.619 Punkten einen souveränen Sieg feiern. Lennox Lewis Giesen (TSV Bayer 04 Leverkusen) sicherte sich Silber (7.333 Punkte), vor Quentin Roth (SSV Ulm 1846) mit 7.150 Punkten.

 

 

Stimmen zum Wettkampf:

 

Jonas Jäckel

Ich habe in den letzten Wochen zwar gut trainiert, doch die lange Wettkampfpause sicherlich etwas unterschätzt. Mein Hochsprung war richtig gut, doch insgesamt fehlte der letzte Punsh. Jetzt geht der Blick nach vorne. Im nächsten Jahr beginnt der Einstieg in die Männerklasse (U23).

 

Silke Jäckel-Kleiner (Mutter und Trainerin)

Dieses Jahr verlief für Jonas sportlich zwar nicht wunschgemäß, doch Schulabschluss und Berufseinstieg in der Sportfördergruppe der Polizei waren in diesem Jahr wichtige Grundsteine für die weitere Lebensplanung.